Windgeheimnisse - Segelstellung

Wie begreifen wir das Unsichtbare, wo ist das Geheimnis?

Einfach mal so erklärt. Ein tieferer Blick auf die Dinge. Es geht darum etwas Neues zu lernen, etwas noch unsichtbares, Feinheiten in Segelformen und Feinheiten in den Beschleunigungen des Bootes.

 

Im Segelkurs lernt man, Segel hoch, Winkel einstellen und los. Soweit so gut.

 

Dann sieht man andere schneller vorankommen. Mmmmh? Wie machen die das?

Das gesamte Boot ist aerodynamischer Körper. Die Lage im Wasser bestimmt den Wasserwiderstand. Die Segel sind dreidimensionale Körper und müssen ständig neu geformt werden.

Der Mast ist nicht nur die Trageeinrichtung für die Segel. Durch seine Form, seine Höhe, die Anbringung der Wanten und der Salinge, die Form der Wanten und der Salinge, die Summe der Anbauteile, Lampen, Antennen und Steighilfen, trägt er mehr oder weniger zum Vortrieb bei.

 

Auch der Rumpf und seine Aufbauten. Auch der Trimm. Wo sitzen die Leute, wo habe ich die schweren Ding im Boot hingetan. Wie liegt mein Schiff im Wasser?

 

Wo ist der Segeldruckpunkt? Wie ist mein Segelprofil geformt? Wo ist die größte Beule? Hat mein Segel im Querschnitt das ideale Tragflächenprofil.

 

Wie wehen die Fäden, Telltales aus?

 

Natürliche Turbulenzen im Wind führen zu unterschiedlicher Kraftentwicklung an verschiedenen Tagen und verschiedenen Wettern.

 

Der Auftreffwinkel des Windes und der Twist im Segel haben signifikanten Einfluss auf die Vortriebskräfte.

 

Segel sind Tücher, die dreidimensional geformt werden. Da der Wind in keinem Augenblick gleich ist, müssen die Segel auch dauernd getrimmt werden.

 

Es gibt ein Zuviel an Trimmung pro Zeit, weil die Strömung am Segel weit vor dem Schiff beginnt und weit hinter den Segeln aufhört. Der Strömungsraum braucht Zeit um im Flow zu sein. Zuviel Gezurre an den Segeln kann kontraproduktiv sein.

 

Vom Zeitpunkt der Zielwahl über das Einstellen der Segel und das Anströmen des Rumpfes vom Wasser vergehen Minuten. Wichtige Minuten mit vielen Einstellungen resultieren aus vielen Beobachtungen.

 

Segeln bedeutet, das Schiff in den Flow bringen, über und unter Wasser im Gleichgewicht mit den Kräften sein. Keinen Widerstand erzeugen, sondern gemeinsam mit dem Wind und den Wellen zum Ziel hin wirken.