Kurse zum Wind - Wie heißt die Richtung die ich zum Verhältnis zum Wind steure?

Für ganz eilige die Frage beantwortet wo ist der schnellste Kurs zum Wind?

 

Der ist bei Charteryachten meist um den Halbwindkurs herum. Dabei kommt es immer auf gut eingestellte Segel an und das ist eine Kunst die man am besten im Skipperkurs lernt.

 

Das ist nicht wie Autofahren und Gas durchtreten, das ist eher ein bischen wie Magie und Feeling. Aber jeder kann es lernen.

 

"Kurse zum Wind" ist ein Thema in jedem Lehrbuch. Es ist Grundwissen für jeden der Segelt, egal mit welchem Fahrzeug. Was man jedoch nicht lernen kann aus dem Buch ist das "machen". Dazu muss man das Land verlassen.

 

Will man die Segel Richtig einstellen, ist es wichtig zu wissen wo der Wind herkommt, das sehe ich an den kleinen Wellen und dem Verklicker auf dem Mast, welchen Kurs zum Wind man steuern will und wie man die Segel einstellt, das wird in einem eigenen Kapitel "Segelstellungen" erklärt.

 

Wenn man den Crewmitgliedern erklären will welchen Kurs man segelt, braucht man die "Windkurse", um sie wiedererkennbar einzuordnen.

 

Welche "Windkurse" gibt es?

 

Amwindkurse - der Wind kommt schräg von vorne

Halbwindkurse - der Wind kommt rechtwinklig von der Seite

Raumwindkurse - der Wind kommt schräg von hinten

Vorwindkurse - der Wind kommt direkt von hinten, von achtern

 

Achtung! Gegenwindkurse kann man mit den üblichen Segelkonstruktionen nicht ersegeln. Auf Gegenwindkursen, würde man direkt gegen den Wind segeln.

Anluven bedeutet den Bug des Schiffe mehr in Richtung des Windes zu drehen.

 

Abfallen bedeutet den Bug des Schiffes weiter weg vom Wind zu drehen.

Windkante

 

Die Windkante ist ein geheimnsvoller Bereich für den Segelanfänger.

 

Wenn das Segel richtig eingestellt ist oder besser die Segel richtig eingestellt sind und auf dem gesteuerten Kurs die größtmögliche Kraft entwickeln, dann steuert man an der Windkante.

 

Man spürt die Windkante nach einiger Übung über die Haut und an der Nase.

 

Und man sieht an den Fäden, den Telltales in den Segeln , waagrecht sollen sie auswehen, das die Segel optimal ziehen und Kraft entwickeln.

 

Doch ändert sich alles in jeder Sekunde!! Steuern und segeln bedeutet auf kleinste Veränderungen zu reagieren und das Boot an der Windkante zu halten.

 

Am Besten übst du das mit dem Skipper an deiner Seite mal für eine Viertelstunde lang konzentriert am Stück. Der Skipper sagt Dir fortwährend ob du gerade anluven oder abfallen sollst um an der Windkante zu segeln und plötzlich hast du den Dreh raus, spürst die Windrichtung auf der Haut und steuerst den besten Kurs zum Wind, an der Windkante.

 

Es erfüllt Dich ein großes Gefühl, du bist Segler geworden, in diesem Moment, du bist Eins mit Allem, jetzt gehört Dir das Boot und das Meer und der Wind und der Augenblick.