Die Schalttafel einer Yacht und die Sicherungsschalter für alle Stromkreise

Oder auch Elektropaneel, Sicherungstableau etc.

Die Schalttafel
Die Schalttafel

Hier siehst Du eine Schalttafle wie sie auf Yachten üblich ist. Sie sind immer ein bischen anders. Man läßt Sie sich jedesmal kurz neu erklären. Bei ganz guten Schiffen ist die Schalterbeschreibung druntergeklebt.

Links.

Rotes Lämpchen leuchtet, der Strom kommt von Land mit einem Kabel von der Steckdose der Marina an Bord. Ein Sicherungsautomat schützt durch Schnellabschaltung, wenn es einen kurzen durch Wasser oder ähnliches gibt.

 

Inverter. Kippschalter rechts vom Sicherungsautomat.

Ein Inverter macht aus Batteriestrom, der nur 12 Volt hat, 230 Volt für das Laden und betreiben von kleinen Elektrogeräten, z.B. Handy laden, Kamera laden, MP3 Player mit 230 Volt Stecker.

Normalerweise ist er AUS.

 

Darunter "Bilge Pumpe" auf dieser Yacht ein Druckknopf, der bei eingeschalteter Pumpe (Rechts) einen Pumpenmotor im tiefsten Punkt der Yacht, Wasser aus dem Schiff pumpt. Funktioniert nur durch dauerndes Drücken. Macht dann ein leises Geräusch irgendwo im Fussboden der Yacht.

 

Links Mitte: roter Kippschalter Boiler. Tatsächlich ein Elektroboiler für Heisswasser. Verbraucht viel Strom, Finger lieber weg davon, sonst Batterien leer! Lieber Motor 10 Minuten anmachen, dabei wird über einen Wärmetauscher heisses Motorkühlwasser zum Aufheizen des Brauchwassers verwendet.

 

Darunter 230 Volt Steckdose zum benützen von Strom fürs Laden von Handys und Fotos oder elektrischen Geräten bis 8 Ampere abgesichert. Wenn zuviel Strom fließt fällt der Sicherungsautomat ein und schaltet ab, bevor irgendwelche Kabel schmoren würden. Funktioniert nur sinnvoll mit Landstrom von der Marina.

 

Rechts oben links. Anzeige der Batterieladezustände über die Kippschalter darunter abzufragen. Wenn Zeiger unterhalb des grünen Bereiches bitte Batterie mit Maschine aufladen, sonst Dauerschaden an der Batterie.

 

Darunter das eigentliche 12 volt Paneel.

 

Links runter.

Ankerlicht, von sonnenuntergang bis sonnenaufgang vor anker liegend einschalten.

Motorlicht. Auf dem Meer mit Motor fahrend, von sonnenuntergang bis sonnen aufgang, bei unsichtigem wetter.

Deckslicht. Für arbeiten auf dem Deck in der dunkelheit oder Dämmerung.

Rot Grün im Bug.

Weisses Hecklicht.

Innenräume, hoffentlich 12 Volt LED Lampen!

Innenräume.

Tridata= Windinstrument im Steuerstand

VHF= Funkgerät

Anchor= Sicherung für die Ankerwinsch

 

Rechts runter.

Pumpe für die Heckdusche.

Einschalter für die Bilgenpumpe

Schalter Bad achtern Wasserpumpe

Schalter Bad Mittschiffs Wasserpumpe

Kühlschrank. Nur anmachen wenn Motor läuft!!!! Täglich 5000 Mal fragen ist der Kühlschrank an? Wenn wir segeln ausmachen!!!!!!

Nicht belegt.

Schalter für eine 12 Autosteckdose die ist links unten zu sehen.

Schalter für den Autopilot und den Kursanzeiger

Schalter für Radio

Schalter für GPS, den Kartenplotter am Kartentisch, wo verdammt nochmal keine Sonnencreme hingehört, den nächsten den ich erwische, der wird kielgeholt!

 

Klingt kompliziert, ist es auch. Also Skipper fragen. Wenn der es nicht weiss, dann soll er sich damit auseinandersetzen. Es kommt vor, das irgendwas nicht geht, Glühbirne kaputt, dann muss es überprüft und repariert werden. Ersatzteile sind meist an Bord.

Hier zu sehen: die Hauptsicherungen

Hier sind die Hauptsicherungen von der Schiffselektrik zu sehen. Meist sind sie in einer der Achterkabinen untergebracht, hier waren sie unterm Kartentisch.

 

Der oberste rote Drehhebel steht für Bordstrom. Die Bordbatterie, die alle Lichter, Lämpchen, Instrumente speist. Eine eigene Batterie.

 

Der rote untere ist der Motorbatterie Hauptschalter. Eine eigene Batterie. nur für den Motorstart.

 

Es gibt meistens zwei Batterien. Die Verbraucherstrombatterie und die Motorbatterie. Die Motorbatterie soll immer für den Motorstart geladen sein. Daher wird an sie kein sonstiger Verbraucher angeschlossen.

 

Um Kriechentladung zu vermeiden, oder Kurzschlüsse durch was auch immer, dreht man die Hauptschalter während abwesenheit waagrecht, und alles ist aus, kein Strom kann mehr fließen.

Links daneben, der kleine schwarze Sicherungsschalter, es steht Guindeau dran, ist die Ankerwinsch Sicherung. Zieht die Ankerwinsch zuviel Strom, kann man plötzlich die Ankerkette nicht mehr elektrisch aufholen. Möglicherweise ist die Sicherung "gekommen", das heißt heruntergeklappt und man muss sie wieder nach oben drücken. Das kann unter umständen, und dann gerade in schwieregen ankermanövern dauernd passieren, warum auch immer. Hier muss man die Crew vorbereitet haben und zumindest einen Ankermann in das Geheimnis dieser Sicherung einweihen.

 

Als Regel läßt man während des Ankerns immer die Maschine im Leelauf mitlaufen, damit die Motorlichtstrommaschine einen Beitrag zum hohen Ankerstrom mitliefert.