Das Dinghi - das Ausflugsboot, Rettungsboot, Badeinsel, Riesenfender

Auf jeder Yacht ist ein Dinghi. Meist gibts einen Aussenborder dazu. Einmal gabs keinen, das war auf den Kanarischen Inseln. Man brauchte ihn einfach nicht. Anonsten immer mit Aussenborder und der hat ein eigenes Kapitel.

 

Das Dinghi wird meist schon aufgeblasen an Deck gelagert. Während der Fahrt muss es gut verzurrt werden, sehr gut sogar, denn ist es lose, wird es zur Stolpergefahr.

 

Dinghis sind aus Kunststoff und meist verlieren sie Luft. Deswegen immer schon bei der Yachtübergabe das Dinghi prüfen, verliert es Luft,bitte gegen eine anderes austauschen oder das Loch flicken. Meist sind sie auch irgendwie undicht. Daher auch das bei der Schiffsübergabe prüfen und Flickerlmaterial mitnehmen.

 

Wichtig nie ins Dinghi springen. Sie funktionieren gut, solange man sie ihrem Zweck nach benutzt, aber die Böden sind dünn, die eingelegten Latten halten Sprünge nicht aus, brechen dann und verursachen Lecks.

 

Das Dinghi wird zu zweit ins Wasser gebracht und zu zweit an Deck geholt. Alleine sind sie oft zu schwer und die Gefahr sich zu verletzten oder über Bord zu gehen beseht.

 

Das Dinghi immer gut festmachen. Wenn es über Nacht am Heck festgemacht wurde empfehle ich ein Fahrradschloss anzubringen gegen Diesbstahl und als zusätzliche Befestigung.Auch für den Aussenborder.

 

Wie montiert man den Aussenborder ans Dinghi?

 

Ok. Das ist eine Aufgabe, weil der Aussenborder oft schwer genug ist um Ungleichgewicht zu verursachen und dann mit dem Träger kopfüber im Meer zu verschwinden. Keine Angst, meist geht der Aussenborder nicht kaputt, man muss ihn nur trocknen lassen, Zündkerze raus dabei, und Meerwasser aus dem Tank bekommen sofern welches reingekommen ist.

Den Aussenborder mit einer Sicherungsleine belegen ist schonmal die halbe Miete. fällt er, dann hängt er doch an der Sicherungsleine und kann gerettet werden. ansonsten braucht man wieder alle Tricks um ihn vom Meeresboden zu angeln.

 

Zu zweit vorsichtig, langsam und besonnen ans Dinghi tragen, welches eng am Boot im Wasser liegt. Eine Person nimmt ihn im Dinghi in Empfang. Das Dinghi sollte mit dem Heck in unmittelbarer Bootsnähe liegen. Dann kann man den Aussenborder gemeinsam direkt ans Motorbrett einhängen und gehörig festschrauben.

Riesenfender? Es gibt Situationen, da nimmt man das Dinghi her und steckt es als Riesenfender zwischen Yacht und Hinderniss. Ein Dinghi ist billiger als ein Bootsschaden.

Gebt acht beim anlandfahren. In Ufernähe liegen Steine, dass bekommt weder dem Dinghi noch der Aussenborderschraube.

Auch wenn es Zeit kostet und Nerven. Macht eine Probefahrt im Starthafen. So entsteht Gewißheit über den Zustand eures wichtigsten Landverbndungsfahrzeugs.